Apr4

17 Monate Mexiko: Erfahrungen, die man ein Leben lang nicht vergisst

Von Lara-Marie Speckmann
moxthe-julio-06-146.jpg Manchmal macht man Erfahrungen, die man ein Leben lang nicht vergisst. Erfahrungen die einen so tief berühren, dass sie in einem selbst Türen öffnen können in die man ohne diese Erfahrung vielleicht nie reingeschaut hätte. Mexiko war so eine Erfahrung für mich.
Es war im Oktober 2005 als ich meine schöne Heimatstadt Münster gegen ein kleines 800 Einwohner Dorf in Zentralmexiko eintauschte. Statt Parklandschaft und hohen Bäumen thronten jetzt kahle Berge und spitzblätterige Stachelbäume rund um mein neues Heim - die Vielfalt und besondere Schönheit der Landschaft rund um Cardonal sollte ich in den nächsten 17 Monaten genauer kennen und schätzen lernen.

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Schon im ersten Kontakt mit den verschiedenen Dorfbewohnern der Gemeinde spürte ich die einerseits oft vorsichtige, aber gleichzeitig sehr gastfreundliche und herzliche Art der Menschen.
Meine erste große Auseinandersetzung hatte ich mit dem hohen Stellenwert der Religion in Mexiko und der Art, wie sie gelebt wird . Da ich dieses Land vorerst hauptsächlich aus der katholischen Perspektive kennen lernte waren die ersten Erlebnisse die mich beschäftigten wohl mit einem kleinen religiösen Kulturschock verbunden und warfen in mir viele Fragen auf: Warum ziehen die Leute aus dem Valle del Mezquital zu Prozessionen an Festtagen jeder Heiligenfigur ein anderes Kleidchen an? Warum brauchen die Leute generell so viele Prozessionen, Rosenkränze, Weihrauch und Heiligenbildchen? Wieso wird an Weihnachten eine Nacht lang in den Familien eine Jesuskind-Puppe in den Armen einer ausgewählten Person gewogen und an Allerseelen den Toten Brot und Süßigkeiten auf kleinen Hausaltären dargebracht? Auf den ersten Blick erschien mir dies doch alles ziemlich fremd.
Wenig später aber wurde mein Interesse geweckt, die Hintergründe dieser Volksreligiösität kennen zu lernen. Oft habe ich die beiden Padres vom Centro Social zu Messen in die verschiedenen Dörfer der Gemeinde begleitet. Wenn ein besonderer Anlass gefeiert wurde (Taufe, Hochzeit etc.) traf man beim anschließenden Essen gleich das ganze Dorf wieder. In Mexiko werden immer ausnahmslos alle Dorfbewohner eingeladen und wenn dafür der Mann der Familie ein Jahr lang in den USA arbeiten muss - wenn gefeiert wird, gibt es für alle, soviel sie wollen und es wird an nichts gespart. Diese Freigiebigkeit und auch das stark ausgeprägte Gemeinschaftsdenken, das ich unter den Menschen im Valle del Mezquital, aber auch in anderen Regionen Mexikos kennen gelernt habe, haben bei mir tief prägende Eindrücke hinterlassen. Wenn ich mich jetzt wieder in Deutschland umschaue fällt es mir manchmal wirklich schwer von der gelebten Gemeinschaft, wie ich sie in Mexiko erfahren habe, auf die hier viel stärkere Ich-Bezogenheit umzuschalten – abgesehen davon, dass mir diese Verhältnisse vor meiner Zeit in Mexiko nie so klar vor Augen lagen. Diesen Eintrag weiterelesen »

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Jan19

Migration von Indígenas nach Mexiko Stadt — Tragödie der Migration

Adveniat hat die Jahresaktion in diesem Jahr Mexiko und der Migration gewidmet. Auf der Eröffnungstagung im Dezember 2006 in Münster sprach die Soziologin Laura Villasana über die Migration von Indígenas in die Hauptstadt. Der Bischof der Grenzstadt Saltillo, Raúl Vera, sprach über die “Geschichte der Zerstöung eines Landes und die Tragödie der Migration”.

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Jan4

Mexikanischer Lebensraum in den USA

Cardonal, im Januar 2007 - „Das eingeengte Leben hier gefällt mir nicht. Dort in Mexiko haben wir mehr Freiheit. Niemand weiß, wie sich die Situation hier (für uns) entwickeln wird- wir können nur abwarten.“
In eine ungewisse Zukunft blickend klingt bei den Worten von Felipa (27) leichte Resignation durch. Wie viele Andere ist sie vor ein paar Jahren aus einem kleinen mexikanischen Dorf in der Diözese Tula ihrem Mann in die Staaten gefolgt, um sich dort eine neue, bessere Existenz aufzubauen. Sie ist nicht die Einzige, die unter dieser festgefahrenen Situation des Wartens auf bessere Zeiten leidet. Durch die zunehmend aggressive Migrationspolitik der amerikanischen Regierung werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Migranten in den USA mit jedem Jahr schwieriger. Vor allen Dingen für diejenigen, die keine Dokumente besitzen, fast kein Englisch sprechen und sich mit der Hilfe so genannter „Coyoten“ illegal über die Grenze schleusen lassen wird die Situation immer unsicherer. Von den geschätzten fast 18 Millionen mexikanischen Migranten in den USA haben schätzungsweise 6,2 Millionen keine Aufenthaltserlaubnis.
Wer sich nicht ausweisen kann, darf in vielen Bundesstaaten nicht mehr Autofahren, im Bundesstaat von Arizona ist es in allen öffentlichen Gebäuden seit November letzten Jahres verboten Spanisch zu sprechen, im Bundesstaat von Georgia wird seit November 06 jedem Migranten ohne Dokumente (mit Ausnahme von Kindern und Frauen) der Anspruch auf medizinische Versorgung untersagt. Die Situation spitzt sich zu.

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Dec17

Eröffnung der Adveniat-Jahresaktion

Fotos vom Adveniat-Wochenende (1.-3.12.) in Münster, und zwar vom alternativen Weihnachtsmarkt.

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Dec6

Adveniat-Wochenende

Hier sind ein paar Bilder vom Adveniat-Wochenende, die meisten vom Jugendgottesdienst in der Effatakirche. Die Bilder hat uns netterweise die Redaktion kirchensite.de bekommen.

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Oct29

Oaxaca brennt - Aktiv werden!

Die Situation in Oaxaca als Spiegel für die Menschenrechtssituation in Mexico…

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Oct25

Deutschland-Samstag 22.10.2006 Ixmiquilpan

Bilder vom Deutschland Samstag am 22. Oktober 2006 in Ixmiquilpan.

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Über Animo

Animo ist ein Verein, der von Jugendlichen gegründet wurde, die als Friedensdienstleistende im Rahmen der Bistumspartnerschaft Tula-Münster in Mexiko gelebt und gearbeitet haben. In dieser Zeit erfuhren wir, wie bereichernd und lehrreich das Zusammenleben mit Menschen einer anderer Lebenswelten ist, so dass wir diesen Austausch auch über unseren Einsatz hinaus fortführen wollen.