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Archive for January, 2007

Migration von Indígenas nach Mexiko Stadt — Tragödie der Migration

Adveniat hat die Jahresaktion in diesem Jahr Mexiko und der Migration gewidmet. Auf der Eröffnungstagung im Dezember 2006 in Münster sprach die Soziologin Laura Villasana über die Migration von Indígenas in die Hauptstadt. Der Bischof der Grenzstadt Saltillo, Raúl Vera, sprach über die “Geschichte der Zerstöung eines Landes und die Tragödie der Migration”.

Mexikanischer Lebensraum in den USA

Cardonal, im Januar 2007 - „Das eingeengte Leben hier gefällt mir nicht. Dort in Mexiko haben wir mehr Freiheit. Niemand weiß, wie sich die Situation hier (für uns) entwickeln wird- wir können nur abwarten.“
In eine ungewisse Zukunft blickend klingt bei den Worten von Felipa (27) leichte Resignation durch. Wie viele Andere ist sie vor ein paar Jahren aus einem kleinen mexikanischen Dorf in der Diözese Tula ihrem Mann in die Staaten gefolgt, um sich dort eine neue, bessere Existenz aufzubauen. Sie ist nicht die Einzige, die unter dieser festgefahrenen Situation des Wartens auf bessere Zeiten leidet. Durch die zunehmend aggressive Migrationspolitik der amerikanischen Regierung werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Migranten in den USA mit jedem Jahr schwieriger. Vor allen Dingen für diejenigen, die keine Dokumente besitzen, fast kein Englisch sprechen und sich mit der Hilfe so genannter „Coyoten“ illegal über die Grenze schleusen lassen wird die Situation immer unsicherer. Von den geschätzten fast 18 Millionen mexikanischen Migranten in den USA haben schätzungsweise 6,2 Millionen keine Aufenthaltserlaubnis.
Wer sich nicht ausweisen kann, darf in vielen Bundesstaaten nicht mehr Autofahren, im Bundesstaat von Arizona ist es in allen öffentlichen Gebäuden seit November letzten Jahres verboten Spanisch zu sprechen, im Bundesstaat von Georgia wird seit November 06 jedem Migranten ohne Dokumente (mit Ausnahme von Kindern und Frauen) der Anspruch auf medizinische Versorgung untersagt. Die Situation spitzt sich zu.